Dieses Ölgemälde dient als Portal – als Tor zum Unbekannten, das das Chaos meines Innenlebens birgt. Anstatt eine Szene darzustellen, fungiert die Leinwand als Schwelle, an der konkurrierende Kräfte nebeneinander existieren.
Überlappende Kräfte prägen dieses Werk: Politik, Familienleben, Drogenmissbrauch, Verantwortung, Verlassenheit und Vaterschaft. Arbeit, Unordnung und mentale Überlastung häufen sich zu Spannungen. Diese Probleme werden nicht gelöst, sie häufen sich. Die Malerei dient als Struktur, um sie zu enthalten, nicht um sie zu erklären.
Farbe ist sowohl wahrnehmungsbezogen als auch psychologisch. Cyan und Rot dienen als konkurrierende Filter. Das Bild spaltet sich und vibriert, wenn man es durch die 3D-Brille betrachtet. Das Gemälde schwankt zwischen Klarheit und Verzerrung, zwischen organisch und mechanisch. Es spiegelt einen Geist wider, der sich durch Systeme navigiert, die Kontrolle verlangen, aber dennoch instabil bleiben.
Dieses Gemälde ist kein Fenster – es ist eine Tür. Es lädt zur Konfrontation ein, nicht zur Flucht.
Paul Gleason
Berlin, 9/9/2025